Elektrostapler in der Schwerlastklasse sind längst mehr als ein Nischenthema. Immer mehr Unternehmen suchen nach emissionsfreien Lösungen – auch für Traglasten von 7 oder 8 Tonnen.
Und die gute Nachricht: Die Technik ist da. Moderne 7 oder 8 Tonnen Hochleistungsstapler mit Elektroantrieb bewegen heute schwere Lasten genauso zuverlässig wie ein Dieselgerät – leiser, sauberer und in vielen Fällen sogar wirtschaftlicher.
Aber wann lohnt sich der Umstieg wirklich? Welche Modelle gibt es? Und was muss bei Auswahl, Einsatz und Ladeverhalten beachtet werden?
Dieser Artikel gibt dir einen fundierten Überblick – technisch, wirtschaftlich und praxisnah.
Warum 7–8 Tonnen elektrisch heben? Das spricht für den Umstieg
Der klassische Dieselstapler war über Jahrzehnte das Maß der Dinge, wenn es um robuste Einsätze, hohe Lasten und lange Fahrstrecken ging. Doch mit steigenden Umweltanforderungen, strengeren Vorschriften und dem Wunsch nach effizienteren Betriebsprozessen gerät der Dieselantrieb zunehmend unter Druck.
Gerade in Innenbereichen sind Abgase längst nicht mehr tolerierbar – und auch im Außenbereich steigen die Erwartungen an leisere, emissionsfreie Maschinen. Hinzu kommt der wirtschaftliche Aspekt: Strom ist günstiger als Diesel, und elektrische Antriebe benötigen deutlich weniger Wartung.
In der 7- bis 8-Tonnen-Klasse zeigt sich besonders deutlich, wie ausgereift moderne Elektrostapler inzwischen sind. Sie heben schwere Lasten präzise und ausdauernd, liefern sofort verfügbares Drehmoment und lassen sich problemlos im Mehrschichtbetrieb einsetzen – vorausgesetzt, die Ladeinfrastruktur ist richtig geplant.
Was spricht gegen Diesel im Schwerlasteinsatz?
Der Dieselantrieb verursacht Abgase, Feinstaub und Lärm – das macht ihn in vielen modernen Produktionsumgebungen zum Ausschlusskriterium. Gleichzeitig ist der Wartungsaufwand hoch: Motoröl, Filter, Kraftstoffsysteme und Abgasnachbehandlung erzeugen laufende Kosten und Stillstandzeiten. Auch wirtschaftlich wird der Diesel zunehmend unattraktiver – nicht nur wegen der Kraftstoffpreise, sondern auch aufgrund von CO₂-Abgaben und Investitionsrisiken. Wer heute auf zukunftsfähige Logistik setzt, kommt am Elektroantrieb kaum noch vorbei.
Welche Elektrostapler gibt es? Modelle, Technik und Vergleich
In der folgenden Tabelle findest du aktuelle Schwerlastmodelle im Elektrobereich mit 7 bis 8 Tonnen Tragkraft. Alle Geräte sind in der Praxis bewährt und für anspruchsvolle Einsätze geeignet – egal ob in der Industrie, im Maschinenbau oder in der Logistik.
Modell | Tragkraft | Batterie | Spannung | Besonderheiten |
---|---|---|---|---|
Toyota 9FBM70T | 7.000 kg | Blei-Säure oder Lithium-Ionen | 80 V | Kompakt, ideal für enge Hallen mit schweren Lasten |
Toyota 9FBH80T-FSW5000 | 8.000 kg | Bis 1.240 Ah (Li-Ion) | 80 V | Hochleistungsmodell für Dauerbetrieb |
Linde E80 | 8.000 kg | Lithium-Ionen | 80 V | Robuster Allrounder mit präzisem Fahrverhalten |
Jungheinrich EFG S80 | 8.000 kg | Lithium-Ionen oder Blei-Säure | 80 V | Hohe Energieeffizienz durch Rekuperation |
Still RX 60-80 | 8.000 kg | Lithium-Ionen | 80 V | Wartungsarm, auch für Außenbereiche geeignet |
BYD ECB80 | 8.000 kg | Lithium-Eisenphosphat (LiFePO₄) | 80 V | Extrem kurze Ladezeiten, kein Batteriewechsel nötig |
Einige der genannten Modelle sind auch bei BIBERGER kurzfristig zur Miete verfügbar – inklusive passender Ladeinfrastruktur und Beratung zum Einsatz.
Akku, Ladezeiten, Infrastruktur: Was du wirklich wissen musst
Die Batterie ist das zentrale Element eines Elektrostaplers – besonders in dieser Gewichtsklasse. Während einfache Lagergeräte mit Blei-Säure-Akkus auskommen, setzen Schwerlastmodelle heute fast ausschließlich auf Lithium-Ionen-Technologie. Diese Akkus ermöglichen nicht nur kürzere Ladezeiten, sondern auch Zwischenladungen im laufenden Betrieb – ein echter Vorteil in Schichtsystemen oder bei hoher Auslastung.
Damit das in der Praxis funktioniert, braucht es allerdings die passende Ladeinfrastruktur: leistungsfähige Schnellladestationen mit 400-Volt-Drehstrom und gut geplanten Ladezeiten. Der Ladezyklus sollte idealerweise in Pausen oder über Nacht erfolgen – spontane Komplettladungen mitten im Betrieb sind bei hohem Strombedarf nicht praktikabel.
Wer das berücksichtigt, profitiert von maximaler Verfügbarkeit bei minimalem Wartungsaufwand – denn E-Stapler haben deutlich weniger Verschleißteile als ihre dieselbetriebenen Kollegen.
Einsatzbereiche im Alltag: Wo E-Stapler ihre Stärken ausspielen
Elektrostapler dieser Größe sind besonders dort sinnvoll, wo hohe Lasten regelmäßig bewegt werden, aber Abgase, Lärm oder Brandgefahr ein Problem darstellen. Typische Beispiele sind:
- Maschinen- und Anlagenverladung in Hallen
- Logistikzentren mit hohen Taktzahlen
- Werksinterne Transporte mit strengen Umweltauflagen
- Be- und Entladung in Lebensmittel- oder Pharmaproduktionen
- Arbeiten in explosionsgeschützten oder staubempfindlichen Bereichen
Auch draußen möglich – mit der richtigen Ausstattung
Auch im Außeneinsatz lassen sich Elektrostapler dieser Gewichtsklasse sinnvoll einsetzen – vorausgesetzt, die Bedingungen stimmen. Entscheidend ist vor allem ein tragfähiger und ebener Untergrund, da das hohe Eigengewicht der Maschinen sonst schnell zu Stabilitätsproblemen führen kann.
Für diesen Zweck kommen bevorzugt Modelle mit Superelastik- oder Luftbereifung zum Einsatz, die Unebenheiten besser ausgleichen und für ausreichend Traktion sorgen. Ebenso wichtig ist ein angemessener Wetterschutz für Fahrzeug und Fahrpersonal, insbesondere bei langfristigem Einsatz im Freien. Eine robuste Fahrerkabine mit Heizung oder Klimatisierung kann hier nicht nur den Komfort, sondern auch die Einsatzsicherheit deutlich erhöhen.
Damit der Betrieb unter freiem Himmel reibungslos funktioniert, muss zudem die Ladeinfrastruktur gut geplant sein – entweder über mobile Schnellladestationen oder geschützte Ladepunkte direkt am Einsatzort. Nur so lässt sich die volle Leistungsfähigkeit auch im Außeneinsatz zuverlässig abrufen.
Mieten statt kaufen? So triffst du die wirtschaftlich bessere Entscheidung
Gerade in der 7- bis 8-Tonnen-Klasse lohnt es sich, über Miete nachzudenken. Die Geräte sind in der Anschaffung kostenintensiv, die Technologie entwickelt sich schnell – und nicht jeder Betrieb braucht durchgehend ein Schwerlastgerät im Fuhrpark.
Was ist bei der Miete enthalten?
- Volle Planbarkeit ohne Kapitalbindung
- Immer aktuelle Technik, gewartet und einsatzbereit
- Individuelle Laufzeiten – von einem Tag bis zu mehreren Monaten
- Auf Wunsch mit Ladegerät und passender Schulung
- Im Regelfall eine entsprechende Maschinenbruchversicherung
- Persönliche Beratung, welches Modell zu deinem Einsatz passt
BIBERGER liefert dir dein Mietgerät direkt an den Einsatzort – auf Wunsch inklusive Zubehör, Transport und Einweisung.
Fazit: Wann sich ein 7–8-Tonnen-Elektrostapler wirklich lohnt
Wer schwere Lasten emissionsfrei bewegen will, findet im Bereich der 7- bis 8-Tonnen-Elektrostapler heute leistungsfähige, wirtschaftliche und sichere Lösungen. Die Technik ist ausgereift, der Einsatz praxisbewährt – und bei richtiger Planung gibt es keine echten Nachteile gegenüber dem Dieselgerät.
Ob zur Miete oder als dauerhafte Lösung: Wenn du Schwerlast elektrisch denkst, bist du auf dem richtigen Weg.
Share:
Verkehrsnah arbeiten? So gelingt der sichere Einsatz von Arbeitsbühnen
Was gilt als Geländestapler? Merkmale, Einsatzbereiche und Abgrenzung