Du würdest nie in einen LKW steigen, bei dem die Bremsen nicht geprüft wurden. Warum also bei einer Baumaschine, Arbeitsbühne oder einem Gabelstapler?
Was bei Fahrzeugen selbstverständlich ist, wird bei Hubarbeitsbühnen und Flurförderzeugen häufig vergessen: die Sicht- und Funktionskontrolle vor dem Einsatz.
Dabei entscheidet sie über Sicherheit, Effizienz – und im Zweifel über Gesundheit und Leben.
Warum die Sicht- und Funktionskontrolle vor dem Einsatz wichtig ist
Jede Arbeitsbühne, die du bei BIBERGER mietest, wird technisch geprüft, gereinigt und betriebsbereit übergeben. Doch was danach auf der Baustelle oder im Lager passiert, liegt in deiner Verantwortung.
Nach Transport, Aufbau oder einem Gerätewechsel können sich Zustände verändert haben. Eine lockere Schraube, ein abgeknicktes Kabel, ein kleiner Ölaustritt – nichts davon entsteht plötzlich, aber vieles wird übersehen. Und genau dafür ist die Sicht- und Funktionskontrolle da.
Sie zeigt dir in wenigen Minuten, ob das Gerät einsatzbereit ist oder ob du handeln musst. Wer prüft, arbeitet mit System – und professionell.
Wer trägt die Verantwortung?
Immer der Bediener – ganz gleich, ob das Gerät gemietet oder firmeneigen ist.
Sobald du das Gerät nutzt, übernimmst du die Verantwortung für seinen Zustand.
Deshalb gilt: Keine Bedienung ohne vorherige Kontrolle. Und wenn ein Mangel auffällt, wird nicht improvisiert – sondern sofort gestoppt und gemeldet.
Wie läuft eine Sicht- und Funktionskontrolle ab?
Die Kontrolle folgt einem einfachen Prinzip: erst schauen, dann testen, dann freigeben.
Du beginnst mit einem Rundgang um das Gerät. Achte auf beschädigte Bauteile, lose Leitungen, Undichtigkeiten an Hydraulik oder Elektrik. Alles, was ungewöhnlich aussieht oder sich seltsam anfühlt, wird ernst genommen.
Schau dir auch Reifen oder Raupenlaufwerke an – Risse, Einschnitte oder niedriger Luftdruck sind ein Hinweis auf möglichen Ausfall. Kontrolliere außerdem, ob Schutzvorrichtungen, Bedienelemente, Warnhinweise und gegebenenfalls Absturzsicherungen vollständig und funktionstüchtig sind.
Danach gehst du in den Funktionscheck. Fahre das Gerät an, hebe und senke es, stoppe es, teste die Not-Aus-Funktion. Jedes Element, das im späteren Einsatz gebraucht wird, muss einwandfrei reagieren. Und zwar im Stand und – falls zulässig – in Bewegung.
Vergiss nicht die Batterieanzeige oder den Ladezustand, falls du mit einem akkubetriebenen Gerät arbeitest. Ein leerer Akku ist keine technische Störung – aber ein klarer Einsatzstopp.
Am Ende der Kontrolle solltest du sicher sagen können:
“Das Gerät funktioniert wie vorgesehen – ich kann ohne Bedenken loslegen.”
Wenn du dir diese Frage nicht mit einem klaren Ja beantworten kannst, darf das Gerät nicht eingesetzt werden.
Checkliste
Prüfpunkt | Was ist zu beachten? | Erledigt? |
---|---|---|
Gerätezustand | Keine sichtbaren Schäden, Risse, verbogene Teile | ☐ |
Hydraulik / Elektrik | Keine Leckagen, Kabel und Schläuche intakt | ☐ |
Reifen / Laufwerk | Keine Schäden, ausreichender Luftdruck / Zustand | ☐ |
Bedienelemente | Alle Funktionen reagieren korrekt (Heben, Senken, Fahren) | ☐ |
Not-Aus / Signalgeber | Funktion geprüft, akustisch & mechanisch in Ordnung | ☐ |
Ladezustand / Energieversorgung | Batterie ausreichend geladen / Energieversorgung stabil | ☐ |
Sicherheitsausstattung | Absturzsicherung, Schutzbügel und Hinweise vorhanden | ☐ |
Typische Fehler – und wie du sie vermeidest
In der Praxis wird oft nur „kurz draufgeschaut“ oder gar nichts geprüft. Warum? Zeitdruck, Routine, mangelnde Schulung. Doch genau hier entstehen die größten Risiken.
Häufige Fehler sind:
- nur oberflächliches Hinsehen statt gezielter Blick auf kritische Stellen
- unterschätzte Kleinschäden („geht schon noch“)
- kein Funktionstest der Sicherheitseinrichtungen
- fehlende Dokumentation von Auffälligkeiten
Wer Fehler vermeiden will, braucht keine neuen Regeln – sondern klare Abläufe. Die Kontrolle gehört zum Arbeitsbeginn wie die PSAgA an den Körper. Und sie muss ernst genommen werden – ohne Ausnahme.
Was bringt dir eine regelmäßige Kontrolle?
Sicherheit – vor allem.
Du schützt dich, deine Kollegen, deinen Betrieb. Aber auch wirtschaftlich macht es Sinn: Geräte, die kontrolliert werden, fallen seltener aus, werden seltener beschädigt und halten länger. Reparaturen lassen sich frühzeitig vermeiden, ungeplante Stillstände ebenfalls.
Außerdem steigert es das Vertrauen im Team: Wer weiß, dass mit geprüften Geräten gearbeitet wird, konzentriert sich auf die Aufgabe – nicht auf das Risiko.
Wie BIBERGER dich dabei unterstützt
Wir stellen nicht einfach Geräte bereit – wir liefern Sicherheit mit.
Unsere Arbeitsbühnen und Stapler sind vor Auslieferung immer geprüft, gewartet und vollständig dokumentiert. Zusätzlich bekommst du von uns:
- eine praxisnahe Einweisung direkt bei Übergabe
- SYSTEM-CARD Schulungen für deine Teams
- Checklisten und Empfehlungen zur Sicht- und Funktionskontrolle
- telefonischen Support, wenn du bei einem Gerät unsicher bist
- Ersatzteile und Wartung – auch für Fremdfabrikate
Mit uns bist du nicht nur technisch ausgestattet – sondern auch organisatorisch vorbereitet.
Fazit: Kontrolle ist keine Formalität – sie ist Teil deiner Arbeit
Die Sicht- und Funktionskontrolle ist Pflicht – und sie ist sinnvoll.
Sie dauert wenige Minuten, bringt aber maximale Wirkung. Wer kontrolliert, verhindert Ausfälle, arbeitet sicherer und zeigt, dass er seine Arbeit ernst nimmt.
Und genau darum geht’s – jeden Tag, bei jedem Einsatz.
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