Du liest: DGUV 308-008, SYSTEM-CARD® oder IPAF: Welche Hubarbeitsbühnen-Schulung braucht dein Team wirklich?
Zusammenfassung Das Wichtigste in Kürze

In Deutschland werden für Hubarbeitsbühnen verschiedene Schulungssysteme eingesetzt:

der DGUV Grundsatz 308-008 als rechtliche Grundlage, die darauf aufbauende SYSTEM-CARD® als standardisiertes Schulungs- und Organisationssystem sowie das internationale IPAF-System mit PAL Card.

Alle führen zum erforderlichen Bedienernachweis.

Der Unterschied liegt nicht im „Schein“, sondern darin, wie strukturiert Schulung, jährliche Unterweisung, Beauftragung und Dokumentation im betrieblichen Alltag umgesetzt werden können. Genau dort entscheidet sich die Rechtssicherheit.

Zusammenfassung Das Wichtigste in Kürze

In Deutschland werden für Hubarbeitsbühnen verschiedene Schulungssysteme eingesetzt:

der DGUV Grundsatz 308-008 als rechtliche Grundlage, die darauf aufbauende SYSTEM-CARD® als standardisiertes Schulungs- und Organisationssystem sowie das internationale IPAF-System mit PAL Card.

Alle führen zum erforderlichen Bedienernachweis.

Der Unterschied liegt nicht im „Schein“, sondern darin, wie strukturiert Schulung, jährliche Unterweisung, Beauftragung und Dokumentation im betrieblichen Alltag umgesetzt werden können. Genau dort entscheidet sich die Rechtssicherheit.

In Deutschland existieren in der Praxis mehrere relevante Schulungssysteme für Hubarbeitsbühnenbediener: der DGUV Grundsatz 308-008 als berufsgenossenschaftliche Basis, die darauf aufbauende SYSTEM-CARD® als verbandsorganisiertes Qualitäts-System sowie das internationale IPAF-System mit der PAL Card.

Alle drei Systeme sind zulässig und anerkannt. Entscheidend ist für die Auswahl nicht „besser oder schlechter“, sondern das Einsatzgebiet, die Auftraggeber-Anforderungen und vor allem: Wie effizient du Unterweisung, Beauftragung und Dokumentation im betrieblichen Alltag organisierst, um Haftungsrisiken zu vermeiden.

Kurzüberblick: DGUV 308-008, SYSTEM-CARD® und IPAF

DGUV 308-008 in einem Satz

DGUV 308-008 ist der deutsche Qualifikationsgrundsatz, nach dem Bediener theoretisch und praktisch ausgebildet werden. Er bildet den rechtlichen Mindeststandard.

Viele Anbieter begrenzen die Zertifikatsgültigkeit freiwillig auf 5 Jahre, obwohl der Grundsatz selbst keine Befristung vorschreibt. Die Qualität der Ausbildung hängt hier stark vom individuellen Trainer ab, da es kein zentrales Auditierungssystem gibt.

Wichtiger Hinweis: Ein Zertifikat allein ist kein vollständiger Befähigungsnachweis. Arbeitgeberpflichten wie die jährliche Unterweisung, die schriftliche Beauftragung und die Einweisung am konkreten Gerät bleiben zwingend erforderlich – unabhängig vom Schulungssystem.

SYSTEM-CARD® in einem Satz

SYSTEM-CARD® ist das Schulungssystem der SYSTEM LIFT AG, das den DGUV Grundsatz 308-008 vollständig erfüllt und zusätzlich die Norm ISO 18878 abdeckt.

Es zeichnet sich durch ein TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagement aus. Über 80 SYSTEM-CARD-Schulungszentren und mehr als 110 Trainer arbeiten nach einheitlichen Standards. Es kombiniert deutsche Rechtskonformität mit einer festen 5-Jahres-Gültigkeit und digitalen Lösungen (eLearning) für die jährliche Unterweisung.

IPAF PAL Card in einem Satz

IPAF ist ein weltweit standardisiertes System. Die PAL Card wird in Deutschland von der Berufsgenossenschaft als vollwertiger Befähigungsnachweis nach DGUV 308-008 anerkannt.

Sie ist vor allem der Standard im angloamerikanischen Raum und fungiert entsprechend als "Reisepass" für internationale Einsätze. Durch die klare Kategorisierung (z. B. 3a, 3b) wird sie auch bei nationalen Konzernen oft als Standard gefordert.

Marktrelevanz in Deutschland: Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Verbreitung beider Systeme. Während IPAF ca. 25.000–30.000 Schulungen pro Jahr in Deutschland durchführt, liegt die SYSTEM-CARD® mit ca. 35.000–45.000 Schulungen jährlich an der Spitze.

Rechtliche Einordnung: Was ist Pflicht, was Kür?

Was du als Arbeitgeber zwingend erfüllen musst

Unabhängig vom Schulungssystem darf das selbstständige Bedienen nur geeigneten, unterwiesenen und schriftlich beauftragten Personen übertragen werden.

Erforderlich sind eine Grundqualifikation (der "Schein"), eine jährliche Sicherheitsunterweisung, eine gerätespezifische Einweisung sowie eine saubere Dokumentation.

Qualitätssicherung und Haftungsschutz

Im Schadensfall prüfen Gutachter oft nicht nur, ob geschult wurde, sondern wie. Während bei freien DGUV-Schulungen der Unternehmer die Qualität des Trainers prüfen muss, garantieren Systeme wie SYSTEM-CARD® oder IPAF durch externe Audits (z. B. TÜV oder ISO-Zertifizierung) einen definierten Standard. Dies entlastet den Unternehmer im Auswahlprozess ("Auswahlverschulden").

Das bedeutet im Klartext: Wirtschaftliche Einsparungen oder persönliche Präferenzen ("Den Trainer kennen wir schon lange") sind im Haftungsfall nachrangig. Wenn die Qualität der Schulung nicht stimmt, helfen auch gesparte Kosten nichts – Sicherheit und nachweisbare Standards wiegen juristisch schwerer.

Der kritischste Unterschied: Die jährliche Unterweisung

Das größte Risiko: Die "vergessene" Wiederholung

Die jährliche Unterweisung ist gesetzlich verpflichtend (DGUV Vorschrift 1 / ArbSchG). Viele Betriebe scheitern nicht an der Erstschulung, sondern daran, diese jährliche Pflichtübung zu organisieren und zu dokumentieren. Eine fehlende Unterweisung macht die beste Grundschulung im Haftungsfall angreifbar.

Die Lösung: Präsenz vs. eLearning

Hier unterscheiden sich die Systeme massiv in der Alltagstauglichkeit:

  • Klassisch (DGUV/IPAF): Oft müssen Mitarbeiter für die Unterweisung erneut in einen Schulungsraum oder der Sicherheitsbeauftragte muss mühsam Termine finden. Das kostet Arbeitszeit und Organisationsaufwand.
  • Digital (SYSTEM-CARD®): Das System bietet integrierte eLearning-Module (ca. 15-20 Min.). Der Mitarbeiter absolviert die Unterweisung am PC oder Tablet, das System dokumentiert automatisch. Das spart massive Verwaltungskosten und stellt sicher, dass nichts vergessen wird.

Gültigkeit im Vergleich

Merkmal DGUV 308-008 (Rein) SYSTEM-CARD® IPAF PAL Card
Grundnachweis National unbegrenzt (anbieterabhängig oft 5 Jahre) 5 Jahre Karte: 5 Jahre / Logbuch: Grundschulung unbefristet
Jährliche Unterweisung Pflicht (manuelle Doku) Pflicht (eLearning möglich) Pflicht (manuelle Doku)
Auffrischung Empfohlen Nach 5 Jahren Nach 5 Jahren (für neue Karte)

Inhalte und Zusatzqualifikationen

Theorie Praxis

Alle Systeme vermitteln rechtliche Grundlagen, Gerätetechnik (Standsicherheit, Lastdiagramme), Einsatzgrenzen (Wind, Boden) und Notablass-Szenarien. Die Inhalte sind durch DGUV und ISO-Normen weitgehend angeglichen.

Wichtig: PSA gegen Absturz (PSAgA)

Oft vergessen: In Hubarbeitsbühnen (besonders Teleskopbühnen) ist PSA gegen Absturz Pflicht. Ein Bedienerschein allein beinhaltet meist nicht die notwendige praktische Übung zur PSAgA-Nutzung und Rettung. Professionelle Schulungsanbieter bieten daher Kombi-Module an, in denen die PSAgA-Unterweisung nach DGUV Regel 112-198 direkt integriert wird.

Wirtschaftlichkeit: Total Cost of Ownership (TCO)

Viele Betriebe vergleichen nur die Kosten der Erstschulung. Die wahren Kosten entstehen jedoch über die Laufzeit von 5 Jahren durch Arbeitsausfall und Administration der jährlichen Unterweisungen.

Rechenbeispiel: Kosten pro Bediener über 5 Jahre

Szenario: 1 Bediener, Erstschulung +  4x jährliche Unterweisungen.

Kostenfaktor Klassisch (Präsenz) System-Lösung (mit eLearning)
Erstschulung (ca.) 250,00 € 300,00 €
Jährliche Unterweisung (Kurskosten) 4x 80 € = 320,00 € 4x ca. 15,00 € (eLearning) je nach Preisstaffel
Arbeitsausfall (4x 2 Std. Anfahrt/Kurs) ca. 400,00 € (Lohnkosten) ca. 50,00 € (4x 15 Min.)
Gesamtkosten 5 Jahre ca. 970,00 € ab ca. 410,00 €

Fazit: Systeme mit integriertem eLearning (wie SYSTEM-CARD®) haben zwar oft eine etwas höhere Erstinvestition, amortisieren sich aber meist schon im zweiten Jahr durch wegfallende Reisezeiten und Organisationsaufwand.

Entscheidungshilfe: Inhouse oder Schulungszentrum?

Wann lohnt sich was?

  • Schulungszentrum (Extern): Ideal für KMU und Betriebe mit bis zu ca. 50 Bedienern. Vorteil: Professionelle Umgebung, diverse Gerätetypen verfügbar, keine interne Vorbereitung nötig, rechtssichere Dokumentation durch den Anbieter.
  • Inhouse (Im eigenen Betrieb): Lohnt sich bei sehr großen Gruppen. Voraussetzung: Ein geeigneter Schulungsraum, passende Maschinen (mit gültiger Prüfung) und ausreichend Platz für Fahrübungen sind vorhanden.

Hybrid-Modell (Empfehlung): Erstschulung extern im Zentrum (volle Qualität), jährliche Unterweisungen digital per eLearning. Das ist oft der wirtschaftlichste und sicherste Weg.

Entscheidung nach Szenario

Szenario A: Regional, eigene Geräte, feste Mitarbeiter

Eine saubere DGUV-Schulung ist ausreichend. Achte auf zertifizierte Anbieter, um Qualitätsschwankungen zu vermeiden.

Szenario B: Überregional, Mietgeräte, wechselnde Baustellen

SYSTEM-CARD® ist hier die "Sorglos-Lösung". Sie wird deutschlandweit anerkannt, bietet TÜV-geprüfte Qualität und entlastet dich durch die digitale Verwaltung der jährlichen Unterweisungen massiv von Bürokratie.

Szenario C: Internationale Projekte / insbesondere USA, GB, Australien

IPAF ist hier der Standard. Wer grenzüberschreitend arbeitet (gerade im angloamerikanischen Raum), benötigt die PAL Card als "Eintrittskarte" für internationale Baustellen.

Umsetzungsplan: So rollst du das im Betrieb sauber aus

Schritt 1: Bestandsaufnahme in 30 Minuten

Liste alle Personen, die Bühnen bedienen (oder es perspektivisch sollen). Erfasse pro Person: vorhandene Nachweise, Einsatzhäufigkeit, Gerätetypen und typische Einsatzorte. Damit erkennst du sofort, wo Qualifikations- oder Dokumentationslücken sind.

Schritt 2: Standard festlegen und „Sonderfälle“ definieren

Lege fest, ob du DGUV oder IPAF als Standard nutzt – und für welche Projekte eine höhere Anforderung gilt. Definiere klare Regeln: Welche Geräte dürfen mit welchem Nachweis bedient werden? Je klarer diese Regeln sind, desto weniger Chaos entsteht bei Baustellenwechseln.

Schritt 3: Jährliche Unterweisung als festen Prozess verankern

Plane die Unterweisung wie eine Pflichtwartung: wiederkehrend, terminlich fix, mit Nachweis. Ohne Routine wird das Thema immer „nächstes Quartal“ – bis zum ersten Audit oder Unfall. Führe eine zentrale Ablage ein (digital), damit Nachweise in Minuten vorliegen.

Schritt 4: Verfalls- und Terminüberwachung

Bei IPAF brauchst du eine Ablaufüberwachung der PAL Cards. Bei DGUV brauchst du mindestens eine Überwachung der jährlichen Unterweisungstermine und internen Beauftragungen. Wenn du das nicht automatisch trackst, passiert es irgendwann garantiert zu spät.

Beauftragung Dokumentation: Der eigentliche Haftungsschutz

Das Zertifikat ist nur der erste Schritt. Für den rechtssicheren Einsatz benötigst du das Minimal-Set an Nachweisen:

  • Gültiger Befähigungsnachweis (SYSTEM-CARD®, IPAF oder DGUV-Zertifikat)
  • Nachweis der letzten jährlichen Unterweisung (z.B. eLearning-Zertifikat)
  • Schriftliche Beauftragung durch den Arbeitgeber
  • Protokoll der gerätespezifischen Einweisung (am Tag des Einsatzes)

Häufige Fehler aus der Praxis: Das sind die echten Haftungsfallen

Fehler 1: „Zertifikat ist da, passt schon“

Ohne jährliche Unterweisung und schriftliche Beauftragung ist das System lückenhaft. Nach außen sieht es oft „okay“ aus – bis es geprüft wird. Die häufigste Schwachstelle ist nicht der Kurs, sondern der fehlende jährliche Nachweis.

Fehler 2: Keine Geräteeinweisung bei neuen Modellen

Auch geschulte Bediener brauchen eine Einweisung, wenn Geräte sich deutlich unterscheiden (Steuerung, Notablass, Abstützung, Lastmoment-Logik). „Kann ich schon“ ist kein Prozess. Dokumentiere Einweisungen kurz, aber konsequent – das ist billig und schützt.

Fehler 3: Notablass/Rettung ist nicht geregelt

Viele Teams wissen theoretisch, dass es einen Notablass gibt, aber nicht, wer wann was macht. Im Ernstfall zählt keine Folie, sondern ein geübter Ablauf. Definiere Rollen, trainiere das Szenario und halte es als betriebliche Regel fest.

Fazit: Was wirklich zählt

Die sichere Seite entsteht durch gelebte Prozesse, nicht nur durch eine Karte. DGUV ist die Basis, IPAF der internationale Spezialist und SYSTEM-CARD® die strukturierte, wirtschaftliche Lösung für Unternehmen, die Rechtssicherheit mit minimalem Verwaltungsaufwand suchen.

Schulungen bei BIBERGER

Hinweis: Der folgende Abschnitt stellt das Angebot der Firma BIBERGER vor.

BIBERGER bietet als zertifiziertes Schulungszentrum praxisorientierte Ausbildungen auf Basis der DGUV 308-008 und der ISO 18878 an.

Als Partner von SYSTEM LIFT nutzen wir das etablierte SYSTEM-CARD®-Konzept. Unsere Kunden profitieren dabei von:

  • Qualität Sicherheit: Schulungen durch erfahrene Vollzeit-Trainer in einem professionellen Umfeld.
  • Effizienz durch Digitalisierung: Erstschulung in Theorie und Praxis bei uns – die jährliche Unterweisung erledigen deine Mitarbeiter zeitsparend per eLearning.
  • Komplett-Service: Neben dem Bedienerausweis integrieren wir auf Wunsch PSAgA-Unterweisungen oder bieten Schulungen für Stapler und Teleskoplader an.

Wir beraten dich gerne, ob für deinen Betrieb eine Schulung in unserem Zentrum oder eine Inhouse-Lösung sinnvoller ist.

Benjamin_Biberger_f09df03b-780b-4e03-8991-ca3f20113b29 - BIBERGER
Über den Autor

Benjamin Biberger

Geschäftsführer

Benjamin ist Gründer und Geschäftsführer von BIBERGER Arbeitsbühnen & Stapler.

Er ist verantwortlich für die kaufmännischen und administrativen Bereiche des Unternehmens und sorgt gemeinsam mit seinem Team für die Optimierung der betrieblichen Abläufe und die optimale Unterstützung der Kunden bei ihren Projekten.

Durch seine langjährige Erfahrung in den Bereichen Organisation und Projektmanagement sorgt er für ein stabiles Fundament – im eigenen Tagesgeschäft, in der nachhaltigen Weiterentwicklung der Prozesse sowie in der Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden.

Unser redaktioneller Qualitätsanspruch

Die Fachinhalte auf biberger.de werden redaktionell erstellt, geprüft und fortlaufend gepflegt. Grundlage ist unsere tägliche Arbeit mit Arbeitsbühnen, Teleskopstaplern und Flurförderzeugen – in Vermietung, Verkauf, Einsatzplanung und technischer Betreuung.

Jeder Beitrag entsteht aus realen Erfahrungswerten und wird redaktionell nach Fachkriterien auf Verständlichkeit, Genauigkeit und Praxisbezug überprüft. Technische Aussagen werden regelmäßig gegen aktuelle Branchenstandards und bewährte Verfahren abgeglichen.

Ziel unserer Veröffentlichungen ist es, verlässliches Fachwissen zugänglich zu machen und Anwendern, Entscheidern und Branchenpartnern Orientierung zu bieten. BIBERGER versteht sich als unabhängige Informationsplattform für sichere, wirtschaftliche und moderne Höhenzugangstechnik – fundiert, nachvollziehbar und frei von werblichem Einfluss.

Alle Inhalte dienen der fachlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts- oder Sicherheitsberatung. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder die Anwendung im konkreten Projektfall übernehmen.

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FAQ

Was ist SYSTEM-CARD?

Die SYSTEM-CARD ist ein verbandsorganisiertes Schulungssystem der SYSTEM LIFT AG für Bediener von Hubarbeitsbühnen, Staplern und Teleladern. Es erfüllt sowohl den deutschen DGUV Grundsatz 308-008 als auch die internationale Norm ISO 18878. Das System zeichnet sich durch ein TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagement, hohe Akzeptanz in Deutschland und integrierte digitale Lösungen (eLearning) zur Sicherstellung der jährlichen Unterweisungspflicht aus.

Was heißt IPAF?

IPAF steht für International Powered Access Federation. Es handelt sich um eine weltweite Non-Profit-Organisation, die sich für den sicheren und effektiven Einsatz von Höhenzugangstechnik (z. B. Hubarbeitsbühnen) einsetzt. Bekannt ist IPAF vor allem für ihr standardisiertes Schulungsprogramm, das mit der international anerkannten PAL Card (Powered Access Licence) als Befähigungsnachweis abschließt.

Was ist eine SYSTEM-CARD-Schulung?

Eine SYSTEM-CARD-Schulung ist ein qualitätsgesichertes Ausbildungsprogramm für Bediener von Hubarbeitsbühnen, das vom Verbund SYSTEM LIFT organisiert wird. Sie erfüllt vollständig den deutschen DGUV Grundsatz 308-008 sowie die internationale Norm ISO 18878.

Das System zeichnet sich durch TÜV-zertifizierte Standards, einen 5 Jahre gültigen Bedienerausweis und digitale Lösungen (eLearning) für die gesetzlich vorgeschriebene jährliche Unterweisung aus.

Was ist eine IPAF-Schulung?

Eine IPAF-Schulung ist ein weltweit standardisiertes Ausbildungsprogramm für die sichere Bedienung von Hubarbeitsbühnen. Sie basiert auf der internationalen Norm ISO 18878 und endet mit einer Theorie- und Praxisprüfung. Erfolgreiche Teilnehmer erhalten die PAL Card (Powered Access Licence), die als internationaler Befähigungsnachweis fünf Jahre gültig ist und besonders auf Großbaustellen und im Ausland gefordert wird.

Wie lange ist ein IPAF-Schein gültig?

Die IPAF PAL Card ist genau 5 Jahre lang gültig. Das Ablaufdatum ist auf der Karte vermerkt. Um den Ausweis zu erneuern, müssen Bediener nach Ablauf dieser Frist erneut eine theoretische und praktische Prüfung ablegen. Unabhängig von der 5-Jahres-Frist muss der Arbeitgeber zusätzlich eine jährliche Sicherheitsunterweisung durchführen.

Was kostet ein IPAF-Schein?

Die Kosten für einen IPAF-Bedienerkurs liegen in Deutschland üblicherweise zwischen 300 € und 450 € (zzgl. MwSt.) pro Teilnehmer für einen Tageskurs. Der genaue Preis hängt von der Anzahl der geschulten Gerätekategorien (z. B. Scheren- und Teleskopbühnen) und dem Anbieter ab. Darin enthalten sind meist die Schulungsunterlagen sowie die Gebühren für die PAL Card und das Logbuch. Die Verlängerung nach 5 Jahren ist in der Regel etwas günstiger.

Was kostet eine SYSTEM-CARD-Schulung?

ca. 250–500€ für die Erst-Schulung. Die jährliche Unterweisung per eLearning kostet dann noch ca. 15–50€/Jahr.

Wie viele Tage dauert die IPAF-Schulung?

1 Tag (manche Anbieter sagen 1–2 Tage, aber Standard ist 1 Tag). Der theoretische Teil kannst du optional schon online (eLearning) machen, dann brauchst du am Tag selbst nur zur Prüfung und zum praktischen Teil.

Wie viele Tage dauert die SYSTEM-CARD-Schulung?

1 Tag für die Erstschulung. Jährliche Unterweisung danach: ca. 5–15 Min online (oder optional 0,5 Tage präsent).

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